Kindergarten

Bei aller Vorfreude ist der Eintritt in den Kindergarten auch mit starken Gefühlen von Verlust, Angst und Unsicherheit verbunden. Wahrscheinlich regen sich diese Gefühle nicht nur bei Ihrem Kind, sondern auch bei Ihnen. Nicht wenigen Eltern fällt es schwer, sich einige Stunden von ihrem Kind zu trennen, es in eine fremde Obhut zu geben, von jemand anderem erziehen zu lassen. Beim Abschied gibt es oft noch Tränen.

Meistens sind diese bald versiegt, wenn Sie aus dem Blickfeld Ihres Kindes verschwunden sind. Der Abschied fällt eventuell immer noch schwer.

Schaffen Sie am besten ein Ritual. Manche Eltern spielen noch kurz mit ihrem Kind, andere verabschieden sich schnell mit einem Abschiedskuss. Probieren Sie aus, was am besten bei Ihrem Kind ankommt. Eines sollten Sie jedoch nie tun: ohne Verabschiedung gehen.

Hat sich Ihr Kind im Kindergarten eingewöhnt, ist es einen grossen Schritt auf dem Weg zur Selbständigkeit vorangekommen. Sie werden schnell merken, wie es daran «gewachsen» ist. Es wird stolz seine neuen Fähigkeiten demonstrieren, es wird Lieder singen und Geschichten erzählen, die Sie nicht kennen. Aber die können Sie sich ja von Ihrem «grossen» Kindergartenkind beibringen lassen!

Die sprachliche Frühförderung im Kindergarten oder schon in der Spielgruppe – insbesondere, aber nicht nur für Migrantenkinder – wird bereits in mehreren Gemeinden angeboten. Dabei wird ein- bis zweimal wöchentlich auf einen sprachstützenden, spielerisch gestalteten Unterricht geachtet. Er soll den fremdsprachigen Kindern den Zugang zu den deutschsprachigen Kindern erleichtern – und später die Eingliederung in die Primarschule.