Einführungs- /Einschulungsklassen

Es gibt Kinder, die trotz bestem Willen und Können der Lehrpersonen in der Regelklasse nicht mitkommen würden, weil sie beispielsweise über zu wenig Durchhaltevermögen, ungenügende Konzentration oder Selbstsicherheit verfügen. Sie würden sich in der Regelklasse nicht wohl fühlen und könnten sich dort nicht angemessen entwickeln.

Kinder mit solchen Teilschwächen haben im Kanton Aargau und im Kanton Baselland die Möglichkeit eine Einschulungsklasse respektive eine Einführungsklasse zu besuchen. In der Einführungs- /Einschulungsklasse wird der Stoff der 1. Klasse auf zwei Jahre verteilt. Die Kinder können in kleinen Gruppen gezielt gefördert werden. Die meisten profitieren von diesem «sanften» Schuleintritt und treten nach der zweijährigen Einführungsklasse in die 2. Regelklasse über.

In den Kantonen Basel-Stadt und Solothurn gibt es keine Einführungsklassen. Kinder mit unterschiedlichen Stärken und Begabungen starten gemeinsam in den Kindergarten, werden dabei jedoch von geschulten Heilpädagoginnen und Heilpädagogen begleitet. Der Besuch der Primarschule und der Sekundarstufe I erfolgt dann in normalem Rahmen.

Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung, Lernschwäche oder auch besonderen Begabung erhalten die nötige Förderung innerhalb ihrer Schule, ebenso Kinder, die kein oder wenig Deutsch sprechen. Nur wenn dies nicht möglich ist, werden Kinder in einem Spezialangebot der Volksschule (integrativ) oder in einer Sonderschule (separativ) gefördert. Im Kanton Solothurn richtet sich das Angebot von Sonderschulen nur an Kinder mit Behinderungen, in den übrigen nordwestschweizer Kantonen auch an Kinder mit geringen Deutschkenntnissen oder Lernschwierigkeiten.