Surfen und Chatten im Netz

Nebst jugendgefährdenden Websites können auch ungesicherte Chaträume und Social-Media- Accounts (zum Beispiel Facebook, Twitter, Snapchat, Instagram) auf dem Computer oder dem Smartphone eine Gefahr darstellen. Ein eigener Computer oder ein eigenes Smartphone zur freien Verfügung sollte möglichst spät im Zimmer des Kindes Einzug halten. Denn die Inhalte und die Verhaltensweisen in den aufgesuchten Chat-Räumen oder auf Facebook und anderen Social-Media-Accounts zu kontrollieren ist den Eltern kaum möglich. Ratsam ist eher ein Familien-Computer mit eigener Benutzeroberfläche und zugeteilten Benutzerzeiten. Damit ist auch der Zugriff auf das Internet klar geregelt und zeitlich beschränkt. Auch das Verwenden der (meist) vorinstallierten Kinderschutzeinstellungen bei Tablets, Smartphones, Laptops oder Computern ist sinnvoll. Wenn das System keine bietet, so sollte der Download einer einfachen Kinderschutz-Software geprüft werden.

Falls Sie selbst noch keine Erfahrung damit haben, lassen Sie sich von Ihrem Kind zeigen, wie man «chattet», und probieren Sie es selbst aus! Am besten lassen Sie sich in die Chat-Liste oder die Freundesliste des Kindes aufnehmen, so sehen Sie zugleich immer, wann es online ist!

Bleiben Sie mit Ihrem Kind im Gespräch, was gut und unbedenklich, was schlecht und gefährlich und was überhaupt im Netz vorhanden ist. Früher oder später wird Ihr Kind nämlich auf jugendgefährdende Inhalte (Gewalt, Rassismus, Pornografie usw.) stossen und sollte dann darüber aufgeklärt sein. Sinn macht eine gemeinsam erstellte «Positiv-Liste» von Websites, die Ihr Kind besuchen darf. Im Anhang finden Sie eine Reihe von Webseiten, welche Tipps und Tricks zur Medienbildung von Kindern liefern.