Mobbing

Mobbing (englisch «to mob» = anpöbeln, schikanieren, ausgrenzen) bedeutet, dass eine Person im Bildungswesen (Schule), im Freizeitbereich (Vereine), in der Arbeitswelt (Arbeitsplatz), in der Nachbarschaft oder innerhalb der Familie systematisch, häufig und wiederholt und über einen längeren Zeitraum beleidigt, belästigt, schikaniert, ausgegrenzt oder mit kränkenden Arbeitsaufgaben überhäuft wird. Durch dieses «Mobben» gerät die Person in eine unterlegene Position, aus der sie nicht alleine herausfindet. Sie wird vom System in dieser Rolle festgehalten, was zu Opfergefühlen und -haltungen führt. Ohne fremde Hilfe gelingt es der betroffenen Person oder Gruppe in der Regel kaum, den Mobbing-Prozess zu unterbinden und zu einem erträglichen Zustand, zur Normalität, zurückzukehren.

Sobald gesundheitliche Störungen auftreten, ist eine ärztliche Konsultation unbedingt angezeigt. Sprechen Sie Ihre Problematik ungehemmt an. Die körperlichen Symptome bekommen Sie mit ärztlicher Hilfe vermutlich rasch in den Griff. Ebenso nötig ist jedoch eine kompetente beratende Begleitung.

Das Angebot an Mobbing-Beratungen ist ziemlich umfangreich: Zahlreiche Spezialistinnen und Spezialisten konzentrieren sich auf bestimmte Bereiche, wo Mobbing auftritt.

Grundsätzlich kann Ihnen aber jede/r Psychologin/Psychologe, Psychiaterin/Psychiater, Konfliktberater/in, Mediator/in, Ihre Gewerkschaft, Ihr Betriebsrat, Ihr/e Personalberater/in oder ein/e Jurist/in helfen. Eine Rechtsschutzversicherung kann sinnvoll und nötig sein, falls Sie das Gefühl haben, Sie könnten ein Opfer von Mobbing werden. Psychiatrische Hilfe können die Krankenkassen finanzieren. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.